Reise Teil 1: Von Princeton, NJ bis Lusk, WY - 2.884 km
Am 08. Juli gings los. Die Strecke bis Chicago (1.280 km) wollten wir in einem durchfahren, da auf der Strecke keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten liegen. Mit nur wenigen Stunden Schlaf haben wir das auch ganz gut hingekriegt, wobei wir unseren Mietwagen direkt in Chicago wieder umtauschen konnten, da er schon nach Wartung verlangte.
Chicago ist architektonisch gesehen ganz nett anzusehen. Da um 1871 ja fast die ganze Stadt abgebrannt ist, sind die Gebäude alle relativ jung, da es lange gedauert hat, bis wieder alles hergestellt werden konnte. Aber auch im alternativen Bereich hat die Stadt ziemlich viel zu bieten - ganz ganz viel mit unterschiedlichen Musikrichtungen mit ziemlich vielen Konzerten, von denen ich gerne welche mitgenommen hätte, wenn mehr Zeit zur Verfügung gestanden hätte.
Lake Michigan ist der Wahnsinn - echt riesig (57.800 qkm Fläche - also ca. 494 x 190 km). Gibt der Stadt natürlich einen zusätzlichen Reiz!
Von Chicago aus sind wir über die Interstate 80 erst mal zum größten Truckstop der Welt gefahren um dort ein fettes Steak zu essen und uns die Trucks anzuschaun. Da war ordentlich was los. Vor allem herrschte ein unglaublicher Lautstärkepegel, da alle ihre Trucks anlassen um die Klimaanlage laufen zu lassen... Nicht besonders umweltbewusst, aber zugegebenermaßen war es auch ziemlich warm dort.
Von dort aus sind wir über die US 20 und CR 12 (Outlaw Route) quer durch Nebraska nach Valentine, Wyoming fortgeschritten. Der Name des Ortes hält, was er verspricht. Hier ist alles voller Herzen - vom Straßenschild bis zum Dorfradio. Die Leute hier waren glücklicherweise auch sehr herzlich und so konnten wir glücklicherweise auf dem sowiso schon überfüllten Campingplatz unser Zelt noch spät aufschlagen.
Von Valentine gings dann weiter bis Lusk, Wyoming - mitten im Nirgendwo (wie so fast alles auf unserer Strecke). Hier gibt es so gar nichts besonderes - sieht man davon ab, dass alle 20 Minuten ein 2,5 km langer Zug mit besonders "schadstoffarmer" Kohle durch den Ort fährt. Allerdings haben wir die nette Bekanntschaft unserer Herbergsmutter gemacht, die in ihren jungen Jahren Fotografin für den National Geographic war. Eine sehr lebensfrohe Frau, die uns das allerbeste Frühstück unserer ganzen Reise zubereitet hat, mit allem, was sich das Herz so zum Frühstück wünscht!
Wie unsere Reise weitergeht, und wo wir noch alles waren, folgt in ein paar Tagen, wenn ich die Bilder weiter sortiert habe...

































